Quellenangabe: Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 02.03.2021, Seite 31

Fürstenfeldbruck – Die Haushaltsberatungen haben es gezeigt: Das Geld für Investitionen in der Stadt ist knapp. Daher müssen Einnahmen generiert werden. Die Freien Wähler haben einen Vorschlag eingebracht: Die Stadt soll Anleihen ausgeben – sprich eine „Bürger-Aktie“. In einem Antrag an den Stadtrat fordert die Fraktion, dass die Verwaltung mit den kommunalen Spitzenverbänden, Aufsichtsbehörden und Fachleuten klärt, inwiefern kommunale Gesellschaften Anleihen für rentierliche Investitionen ausgeben dürfen. Sollte dies möglich sein, soll die Verwaltung darlegen, wie Bürger-Aktien für Großinvestitionen wie den kommunalen Wohnungsbau und die Entwicklung des Fliegerhorstes eingesetzt werden können. Zudem soll geklärt werden, ob die lokalen Banken in die Ausgabe eingebunden werden können.
Derzeit wachse die Geldmenge auf privaten Konten, da es kaum Rendite gebe, schreibt Antragssteller Markus Droth. Die Kommunen seien dagegen knapp bei Kasse. Daher müsse man Anreize schaffen, dass die Bürger ihr Kapital für die Weiterentwicklung des Gemeinwesens investieren. So könnten die Komunen Großprojekte voranbringen und die Bürger hätten eine sichere Rendite. Die Stadt München habe das Instrument erfolgreich eingesetzt. Eine erste Vorprüfung bei einem kommunalen Spitzenverband habe ergeben, dass es auch in Bruck möglich wäre. ? ?imu


Ein Artikel der digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 01.03.2021

http://sz.de/1.5220494

Die Kreisstadt will eine oder mehrere Corona-Schnellteststationen einrichten - und dies notfalls in Eigenregie. Markus Droth (Freie Wähler) erntete im Stadtrat einmütigen Zuspruch für einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag. Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) sagte eine schnelle Prüfung durch die Stadtverwaltung und eine Kontaktaufnahme zu dem in dieser Sache zuständigen Landkreis zu. Droth zeigte sich vor allem mit Blick auf die Öffnung der Schulen enttäuscht, dass die Initiative von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezüglich Gratis-Schnelltests ins Stocken gekommen sei und plädierte "notfalls" für eine "Vorreiterrolle" der Stadt. 

In seinem Antrag, der auch von den Stadtratsfraktionen der BBV, Grünen sowie SPD mitgetragen wird, spricht sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler letztlich für den Aufbau eines landkreisweiten Netzes von Schnelltesteinrichtungen aus und nennt den Landkreis Pfaffenhofen als Vorbild. Dieser hat gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden sechs Corona-Testzentren eingerichtet. Regelmäßige Schnelltests seien ein wichtiger Baustein des Konzepts, mit dem die Infektionszahlen durch das teils mutierte Virus auf dem gegenwärtig niedrigen Niveau gehalten werden soll. 


Quellenangabe: Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 25.02.2021, Seite 31

Fürstenfeldbruck – Die Stadt will den Bürgern Möglichkeiten für Corona-Schnelltests anbieten. OB Erich Raff wird sich dafür einsetzen. Er will auch den Landkreis und die übrigen Kommunen mit ins Boot holen.

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag das bundesweite Testangebot von Gesundheitsminister Jens Spahn wieder vertagt hatte, reagierten die Fraktionen der Grünen, SPD, BBV und Freien Wähler. Mit einem ganz kurzfristigen Dringlichkeitsantrag wollten sie ein Angebot für die Bürger schaffen. „Wir könnten Schnellteststationen in der Stadt und im Landkreis einführen“, sagte Markus Droth (FW) im Namen der Fraktionen. Das Ziel sei ein landkreisweites Netz für die Bürger.

Droth verwies auf den Landkreis Pfaffenhofen. Dort gibt es sechs Testzentren. Die Gemeinden beteiligen sich freiwillig und stellen Immobilien zur Verfügung. Die Teststationen sind dreimal pro Woche für zwei Stunden geöffnet. Nach den Erfahrungen kommen zwischen 20 und 60 Personen in diesem Zeitraum. Gerade wenn nun auch Lehrer und Erzieher getestet werden sollten, könne man durch die Stationen sehr flexibel reagieren. Die Kosten trage der Kreis Pfaffenhofen, wobei viele Bürger etwas in die Spendenboxen werfen. Personal könnten das Rote Kreuz und die Kommunen stellen, schlug Droth vor. „Die Stadt sollte hier eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Eine Abstimmung über den Dringlichkeitsantrag hielten die Stadträte nicht für nötig. Sie waren sich einig, dass man hier aktiv werden müsse. OB Erich Raff kündigte an, Kontakt zum Landkreis und den Kommunen aufzunehmen. Die Verwaltung wird sich mit dem Thema befassen. „Wir werden versuchen, das hinzubringen.“ In der nächsten Stadtratssitzung im März will er wieder von dem Vorhaben berichten. ?imu


Quellenangabe: Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 22.02.2021, Seite 31

Bundeswehr will Übungsplatz nicht aufgeben

Fürstenfeldbruck – Die Stadt sieht derzeit kaum eine Chance, zusammen mit dem Fliegerhorst auch das Areal der Schießanlage in Neu-Lindach in ihre Planungshoheit zu bekommen. Zuletzt habe man im November mündlich mit der Bundeswehr verhandelt und zu hören bekommen, dass die Anlage auch weiterhin genutzt werden soll. Das teilte die Stadtverwaltung kürzlich im Konversionsausschuss mit. Die Freien Wähler, die das Thema per Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses gebracht hatten, sind der Ansicht, die Stadt solle aber nicht locker lassen und eine Übernahme weiterhin anstreben. Eine Schießanlage „mit Maschinengewehrfeuer am Badesee“ passe nicht mehr in die Zeit, sagte Markus Droth, Fraktionssprecher der Freien Wähler, unserer Zeitung.

Die Bundeswehr betreibt direkt nördlich an das Pucher Meer angrenzend die Standort-Schießanlage Neu-Lindach. Diese besteht zum einen aus dem eigentlichen Schießstand und aus einem Übungsgelände. Standortschießanlagen dienen der Ausbildung und der Übung vor allem mit Handwaffen für die Soldaten am jeweiligen Standort. Doch auch wenn der zugehörige Standort, nämlich der Fliegerhorst und die Offizierschule im Jahr 2026 vollständig geschlossen werden, will die Bundeswehr die Schießanlage weiter nutzen. Soldaten von anderen Standorten und auch Reservisten kommen zum Üben nach Fürstenfeldbruck. Ins Gespräch gebracht hatten die Freien Wähler die Schießanlage im September als Alternativfläche für den geplanten Kiesabbau im Rothschwaiger Forst. Die Schießanlage liegt ebenfalls in einem Vorranggebiet für Kiesabbau. Auch das an die Anlage angrenzende, zum Naherholungsgebiet mit See umgestaltete Pucher Meer war einmal eine Kiesgrube. „Zwar sieht es inzwischen so aus, als würde sich eine andere Ausweichlösung anbieten“, sagt Markus Droth. Es gebe dem Vernehmen nach positive Signale, dass die Kiesgrube an der Kieswerkstraße nach Osten hin erweitert werden könne. Dann wären die Betreiber wohl bereit, auf ihre Rechte im Rothschwaiger Forst zu verzichten. Dennoch solle man weiter das Ende der Schießanlage anstreben. „Schießtourismus in einem städtischen Umfeld“ sei ein Unding, so Droth. ?sr




Hier findet ihr unseren aktuellen Antrag zum Thema "die Stadt als attraktiver Arbeitgeber." Wir haben hier einen dringenden Nachholbedarf, gerade im Bauamt.


www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/fuerstenfeldbruck-kommunale-gesellschaften-fuer-eishalle-wohnungen-und-fliegerhorst-90036021.html

Ob Eissporthalle oder sozialer Wohnungsbau: Die Freien Wähler wollen sich nicht aus finanziellen Gründen von diesen Projekten verabschieden. Ihr Vorschlag: Kommunale Gesellschaften nach dem Vorbild der Stadtwerke sollen sie realisieren.

Fürstenfeldbruck – Als Beispiel dafür, wie es künftig nicht mehr laufen soll, nennen die FW-Stadtratsmitglieder Markus Droth und Georg Stockinger das Wohnbauprojekt Am Sulzbogen. Das hatte der Stadtrat nach jahrelangen Diskussionen zuletzt an eine externe Baufirma vergeben. „Wir haben notgedrungen zugestimmt, damit endlich was vorwärts geht“, sagt Droth. Und Stockinger ergänzt: „Wir waren zur Zustimmung gezwungen, weil in der Stadtverwaltung das Personal fehlt, um ein solches Projekt selbst zu schultern.“

Damit das nicht mehr passiert, wollen die FW einen Prüfungsantrag im Stadtrat einbringen: Können Gesellschaften – etwa GmbHs – gegründet werden, die rein in kommunaler Hand sind und mit denen rentierliche Projekte geschultert werden können? Finanzieren sollen sich diese Gesellschaften durch die Ausgabe von Bürger-Anleihen mit einer Mindestverzinsung. „Diese könnte von den Kommunen garantiert werden“, erklärt Droth.

Markus Droth: „Die Stadt bleibt Herr des Verfahrens“

Ins Blaue hinein ist dieser Vorschlag nicht formuliert, wie der FW-Fraktionsvorsitzende betont: Eine Vorprüfung bei einem kommunalen Spitzenverband habe ergeben, dass dieses Instrument grundsätzlich zulässig wäre. Großer Vorteil nach Droths Ansicht: „Die Stadt bleibt Herr des Verfahrens.“ Und das Rathaus würde entlastet, wie Stockinger ergänzt: „Die Themen kämen raus aus der Stadtverwaltung, blieben aber unter der Kontrolle des Stadtrats.“

Die Eishalle könnte laut Stockinger im Zuge der diskutierten Multifunktionshalle an der Cerveteristraße realisiert werden. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung soll laut Droth zeigen, ob man mit dem Eissport in die Halle gehen kann. „Auch hier ist eine kommunale Gesellschaft denkbar“, sagt er und stellt die rhetorische Frage: „Warum sollten wir die Realisierung einer Eishalle also begraben.“

Kommunale Gesellschaft für den Fliegerhorst?

Auch für die Entwicklung des Fliegerhorsts sieht Droth eine Auslagerung in eine kommunale Gesellschaft als das richtige Instrument an: „Wie sollen wir ein solches Projekt sonst schultern?“ Allerdings müsse man das Thema bereits jetzt angehen, denn beim angekündigten Abzug der Bundeswehr im Jahr 2024 müsste die Stadt präpariert sein. Der Stadtrat könne sich dann wieder auf übergreifende Themen konzentrieren und müsste sich nicht mehr mit „Klein-Klein-Entscheidungen befassen“, wie Droth sagt.

Die bereits erwähnte Entlastung der Rathaus-Mitarbeiter würde sich nach Ansicht von Franz Neuhierl auch positiv auf den Investitionsstau auswirken, den ein Blick in das Stadtbudget offenbaren würde: „Im Haushalt 2020 sind Investitionen mit einem Betrag von 20 Millionen Euro ausgewiesen, aber nur zwei Millionen sind bislang davon abgearbeitet.“

Neben der Stadtentwicklung auf Basis kommunaler Gesellschaften kündigen die FW außerdem an, nun nach und nach ihre Versprechen aus dem Wahlprogramm anzupacken. Priorität haben laut Droth die Schaffung sanitärer Einrichtungen und Umkleiden auf der Lände – gegebenenfalls vorübergehend in Containern – und die Unterstützung der Wasserratten bei der Schaffung einer Traglufthalle auf dem Freiflächenbecken der Amperoase.


Gestern haben wir den Nachtragshaushalt im Stadtrat verabschiedet. Er wurde Corona-bedingt erforderlich: erwartete Steuerausfälle in Höhe von rund 7.3 Mio. Rund 2 Mio werden wir wohl wieder vom Bund bekommen. Ebenso wurde das Verschieben von Projekten beschlossen, da eben Vergaben, Ausschreibungen und Projekte nicht umgesetzt werden können. Fazit: insgesamt haben wir nun wieder einen Haushalt, der sogar einen Einnahmeüberschuss ausweist. Aber ein „Gestalten“ findet natürlich nicht statt -  es ist ein Fahren auf Sicht. Es wird spannend im nächsten Jahr.

Gebühren von städtischen Kindertagesstätten in den Monaten, in denen die Kitas geschlossen waren:

Hier wollte die Stadt, dass die Eltern bei Nutzung von bis zu 5 Tagen in den Monaten April bis Juni, in denen die Kitas für die Allgemeinheit geschlossen waren, 50 % der Betreuungsgebühren und des Tee- und Spielgeldes zahlen. Ab 6 Tagen sollte der volle Betrag anfallen.

Wir halten und hielten diese Regelung für ungerecht, sozial unausgewogen und rechtlich bedenklich. Wir haben gestern im Rahmen der Stadtratssitzung durch Franz Neuhierl (Freie Wähler) den Antrag einer tagesgenauen Abrechnung eingebracht. Dieser Antrag wurde mit breiter Mehrheit verabschiedet.


Ein Artikel der digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 31.08.2020

http://sz.de/1.5014663

Landkreis Fürstenfeldbruck, 31.08.2020

Neuer Vorschlag: Kiesabbau auf dem Schießstand

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Von Peter Bierl

In der Debatte um den umstrittenen Kiesabbau in Bruck haben die Freien Wähler einen neuen Vorschlag eingebracht. Sie wollen, dass der Rohstoff auf dem Gelände der Bundeswehr nordöstlich des Pucher Meeres ausgebaggert wird statt im Rothschwaiger Forst, wo 15 Hektar Wald vernichtet würden. Die Stadtratsfraktion appellierte auf einer Pressekonferenz an den Allinger Bauunternehmer Thomas Vilgertshofer, auf einen Tausch einzugehen.

Der drohende Kahlschlag im Wald sorgt für einige Aufregung. CSU und Grüne wollen, dass der Kies stattdessen östlich der alten Grube in Richtung der B 2 gewonnen wird. Das wiederum behagt den Freien Wählern nicht. "Das wäre eine Rolle rückwärts und die zweitbeste Lösung. Denn das Areal ist für die nächste und übernächste Generation eine wichtige Erweiterungsfläche", sagte der Fraktionsvorsitzende Markus Droth. Der aktuellen Bundeswehr-Schießplatz bietet aus Sicht der Freien Wähler mehrere Vorteile. Das Gelände liegt abseits der Wohnbebauung, nach dem Abbau könnte das Areal so gestaltet werden, dass das Erholungsgebiet Pucher Meer vergrößert werden kann. Eine Verkehrsanbindung ist vorhanden und die Bundeswehr wird ohnehin abziehen. Das Gelände wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) verwaltet.

Georg Stockinger, der Vorsitzende der Brucker Freien Wähler, der die alte Kiesgrube seinerzeit an Vilgertshofer verkauft hat, erinnerte an die Vorgeschichte. Er selber habe 2011 beantragt, auf der östlichen Fläche Kies abbauen zu dürfen. Die Stadt habe ihn aber gebeten, darauf zu verzichten und in den Rothschwaiger Forst auszuweichen. So sei das dann auch im Regionalplan verankert worden. Nun habe Vilgertshofer den Antrag gestellt, dort Kies abzubauen und er habe auch das Recht dazu, betonte Stockinger. "Wir können ihn nur bitten, es nicht zu tun."

Für die Freien Wähler steht auch fest, dass Kiesgruben gebraucht werden. Stockinger verwies auf eine Statistik, wonach jeder Bürger in Bayern acht Tonnen Sand und Kies im Jahr verbraucht. Allerdings wäre es sinnvoll, wenn die Stadt einen direkten Nutzen von einem Abbau vor der Haustüre hätte, statt dass das gesamte Material mit Lastwagen woanders hin transportiert wird, meinte Stockinger.

Das zweite große Thema auf der Pressekonferenz waren die Finanzen. Zur Entlastung der Kommune möchte die FW-Fraktion das Kapital der Bürger mobilisieren. Man werde beantragen, dass die Stadt prüft, ob für gewisse Aufgaben nicht kommunale Unternehmen als GmbHs gegründet werden sollten, kündigte Droth an. Er denkt an eine städtische Immobilien- und Wohnungsbaugesellschaft, aber auch an den Bau von Sportanlagen. Solche Gesellschaften könnten Kredite aufnehmen und Anleihen ausgeben. Die Kommune würde den Bürgern, die sich beteiligen, eine Mindestverzinsung garantieren. Damit die Unternehmen erfolgreich wirtschaften sei allerdings ein Projektmanagement notwendig, "von oben in der Stadt geführt", sagte Droth. Stockinger hält insbesondere für den Wohnungsbau ein solches Unternehmen für notwendig, weil die Landkreis-Gesellschaft "nicht funktioniert".

Ein Aspekt für die FW ist das Geld, der andere eine Entlastung der Rathausverwaltung. "Raus aus der Stadtverwaltung, aber unter Kontrolle des Stadtrates", laute das Prinzip, sagte Stockinger. Er erinnerte an die Bebauung städtischer Grundstücke am Sulzbogen, über die vier Jahre lang diskutiert worden sei, bis sich herausstellte, dass die Verwaltung das Projekt nicht stemmen könne, und der Bau an einen externen Träger vergeben wurde. Stadtrat Franz Neuhierl berichtete, dass die Kommune 20 Millionen Euro an Investitionen eingeplant habe, aber bislang nur zwei Millionen abgerufen worden seien, "weil die Verwaltung nicht dazu in der Lage ist, alles umzusetzen". Das gelte auch für die Konversion des Fliegerhorstes, sagte Droth. Seiner Ansicht nach ist die Stadt auf den Abzug der Bundeswehr derzeit nicht vorbereitet. Notwendig sei eine Gesamtplanung, nicht bloß eine isolierte Betrachtung des Fliegerhorstes, sagte Neuhierl. Stockinger verwies darauf, dass der Flächennutzungsplan von 1985 stamme und inzwischen vielfach abgeändert worden sei.

Außerdem fordern die FW sanitäre Anlagen für den Sportplatz auf der Lände anzulegen, notfalls Container aufzustellen. Der Footballverein Razorbacks hat etwa 250 aktive Spieler, zu den Spielen kommen im Durchschnitt etwa 400 Besucher, der Spitzenwert liege bei 800, berichtete Heike Schmidtke, die Schriftführerin der FW und Vorsitzende des Razorback-Fördervereins. Es gebe weder Umkleiden noch ausreichende Toiletten. Die Spieler würden sich auf dem Sportplatz umziehen und die 80 Chearleader dafür auf einer Toilette drängen. Droth möchte Container aufstellen in Richtung zum alten Schlachthof hin, wo es bei Konzerten von Subkultur auch an sanitären Anlagen mangelt.


https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/fuerstenfeldbruck-so-stehen-weniger-wohnungen-leer-90013746.html

Die Stadt will freie Wohnungen möglichst rasch wieder an Mieter bringen. Das nötige Werkzeug ist eine Zweckentfremdungssatzung.

Fürstenfeldbruck – In Fürstenfeldbruck gibt es Wohnungen, in denen viele Fremdarbeiter leben. 34 zählte man einmal in einem Objekt. Mit Hilfe der Feuerwehr, die den Brandschutz kontrollierte und bemängelte, konnte man die Zahl auf 18 reduzieren – es war der letzte Ausweg.

Derartige Nutzungen sind den Zuständigen bei der Stadt ein Dorn im Auge. Denn eigentlich sollten Familien in diesen Wohnungen leben. Und die suchen häufig vergeblich nach den passenden vier Wänden. Andere vermieten ihre Wohnungen an Touristen und entziehen sie damit dem Mietmarkt. Um hier eine Handhabe zu bekommen, hatte die SPD-Fraktion eine Satzung gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum beantragt.

Papier orientiert sich an München

Nun hatte die Verwaltung ein Papier vorgelegt, das sich an der Landeshauptstadt München orientiert. Die Rede von Zweckentfremdung ist, wenn über die Hälfte der Gesamtfläche gewerblich genutzt wird, sie nach baulichen Veränderungen nicht mehr einer Wohnung entspricht, das Objekt mehr als acht Wochen im Jahr an Gäste vermietet wird, die Wohnung mehr als drei Monate leer steht – außer eine Renovierung steht an oder nachweislich länger kein Mieter gefunden wird – oder abgebrochen wird. Einzelne Zimmer dürfen dagegen untervermietet werden.

Hier hakte Michael Piscitelli (CSU) ein: Denn wenn mehrere Generationen in zwei Wohnungen leben, und eine wird leer, wolle der Rest vielleicht nicht mehr vermieten. Daher wollte er Mehrfamilienhäuser mit weniger als drei Wohnungen von der Regelung ausnehmen. Warum könne man nicht vermieten, wenn es zwei abgetrennte Wohnungen sind, entgegnete Philipp Heimerl (SPD). Er stellte klar: Man wolle niemanden gängeln, aber Leuten, die Wohnungen dem Markt entziehen, einen Riegel vorschieben. „Das ist unsoziales Verhalten gegenüber der Allgemeinheit.“

Freie Wähler fürchten Denunziantentum

Unterstützung erhielt Piscitelli von den Freien Wählern. Markus Droth sah keine Problematik in Fürstenfeldbruck. Seine Befürchtung: „Wir öffnen Denunziantentum Tür und Tor.“ Rathaus-Jurist Christian Kieser erinnerte an die Probleme mit besagter Wohnung, bei der nur Brandschutz als Argument geholfen habe. „Wir brauchen nur aus dem Rathaus zu schauen und sehen Zweckentfremdung.“ Das Personal für eine Kontrolle sei im Ordnungsamt da, versicherte Kieser. „Wir werden es maßvoll machen.“ Wenn man sich um die bereits bekannten Fälle kümmere, habe man bereits einiges erreicht.

Es gehe nicht um Wohnungen, die leerstehen, weil jemand eine Weile im Ausland studiere, meinte Christian Götz (BBV). Aber Vermietungsangebote wie beim Portal Airbnb könnten auch der Stadt drohen. Zumal die Satzung auf fünf Jahre begrenzt sei und dann überprüft werde. Andreas Lohde (CSU) sprach von einer Drohkulisse, die man aufbauen wolle. Die Stadt könne auch anbieten, bei der Suche nach Mietern zu unterstützen. Es gebe genug Mitarbeiter in der Verwaltung, bei Polizei und Klinik, die Wohnungen suchen.

Gegen zehn Stimmen beschloss der Stadtrat die Satzung gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Auch Piscitellis Änderung – Häuser mit weniger als drei Wohnungen auszunehmen – wurde eingebaut.

 


https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/fuerstenfeldbruck-baurecht-soll-folgen-kiesabbaus-mildern-13843295.html

Im Rothschwaiger Forst soll der Kiesabbau erweitert werden. Um wenigstens bestimmen zu können, wie das Gebiet danach aussehen wird, setzt die Stadt auf einen Bebauungsplan, der jahrelang in der Schublade lag.

Fürstenfeldbruck – Der Grüngürtel am Rothschwaiger Forst ist für viele Brucker ein beliebtes Ziel für Spaziergänge im Wald. Doch das Gebiet ist auch eine offiziell im Regionalplan verzeichnete Kiesabbaufläche. Südlich der Staatsstraße 2054 und westlich der B471 wird bereits heute Kies aus dem Boden geholt. Nun will die Firma KRO ihre Grube nach Süden erweitern – um 17 Hektar in den nächsten 15 Jahren. Ein entsprechender Antrag ist beim Landratsamt schon eingegangen. Verhindern kann die Stadt das nicht. Sie möchte sich aber so viel Einfluss wie möglich auf die Nutzung nach dem Abbau sichern.

Bereits mehrfach hatten sich in den letzten Wochen Stadtratsausschüsse mit dem Thema befasst. In dieser Woche nun hat der Stadtrat entschieden: Um sich Mitsprache bei der Nachnutzung zu sichern, will man endlich einen Bebauungsplan beschließen, mit dessen Erarbeitung man schon 2010 begonnen hatte. Der Plan soll bestimmen, wie nach dem Abbau aufgeforstet wird.

Kiesgruben-Betreiber gibt Zusicherungen

Stadtbaurat Martin Kornacher berichtete von einem Gespräch mit dem Betreiber Thomas Vilgertshofer kurz vor der Sitzung des Stadtrates. Dieser habe zugesichert, dass immer nur ein Drittel des Waldes von der Rodung betroffen sei. Das bedeutet: Er will ausgebeutete Teilflächen erst rekultivieren, bevor weitere Bäume fallen. „Wir haben die Hoffnung, dass wir dieses Vorgehen auch in der Festsetzung niederschreiben können.“

Vize-Bürgermeister Christian Stangl (Grüne) schlug eine Ortsbegehung vor einer der kommenden Ausschuss-Sitzungen an, um sich das eine oder andere genauer anzuschauen. Das stieß auf große Zustimmung. Die Abbaupläne an sich wurden dagegen einmal mehr kontrovers diskutiert. Thomas Brückner (Grüne) wies auf die Bedeutung des Waldes und der schützenswerten Tierarten hin. Das angekündigte etappenweise Vorgehen habe der Betreiber in der Vergangenheit nicht eingehalten. Er sei daher misstrauisch. Der Betreiber habe schon über 1000 Gehölze gepflanzt, merkte dagegen Hans Schilling (CSU) an.

Rohstoffversorgung ranggleich mit Naturschutz

Georg Stockinger (FW), früherer Besitzer der Grube, wies darauf hin, dass es nicht um den Abbau, sondern um einen Bebauungsplan gehe. „Der ist wichtig, da die Stadt die Planungshoheit für das Gebiet hat und für das, was dort künftig passiert.“ Kiesabbau als wichtige Rohstoffversorgung sei im Regionalplan ranggleich mit dem Naturschutz. Mirko Pötzsch (SPD) regte an, eine Initiative beim Städtetag zu starten, um nicht nur den Kiesabbau, sondern auch die Klimabedeutung der ausgebeuteten Flächen zu würdigen.

Der Stadtrat billigte die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens letztlich gegen zwei Stimmen. Alexa Zierl (ÖDP) regte an, festzulegen, dass erst wieder gerodet werden darf, wenn aufgeforstet wurde, um Zeit zu gewinnen. Und sie kündigte an: „Bund Naturschutz und ÖDP werden massiv an die Öffentlichkeit gehen.“

Forderung der Stadt: Die Klimabilanz beachten

Vergangene Woche hat der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tiefbau (UVT) beschlossen, eine Stellungnahme zur Erweiterung des Kiesabbaus im Rothschwaiger Forst zu erarbeiten. Diese Stellungnahme, die der Stadt im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung für das Vorhaben zusteht, wurde in der Fortsetzung der Sitzung am Donnerstag vorgestellt. Maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt waren die Stadtratsmitglieder Thomas Brückner (auch im Bund Naturschutz aktiv) und Georg Stockinger (selbst ehemaliger Kiesgrubenbetreiber) sowie Umweltbeirats-Mitglied Martin Höckenreiner.

Grundtenor der Stellungnahme: Die Stadt würde es begrüßen, wenn die Betreiber komplett auf den Eingriff verzichten würden. Da rein rechtlich die Erweiterung des Kiesabbaus in Richtung Süden nicht zu verhindern ist, solle der Kiesgruben-Betreiber zumindest versuchen, „die Auswirkungen der Maßnahme im Rothschweiger Forst auf das minimal Mögliche zu reduzieren und versuchen, die verursachten Lücken in der Klima-Bilanz zu kompensieren“.

Konkret heißt das vor allem eins: Der Betreiber soll bei der Erschließung neuer Abbau-Bereiche schrittweise vorgehen und auf nicht mehr genutzten Arealen schnell wieder Bäume pflanzen. Er wird zudem angehalten, der Stadt ein Konzept vorzulegen, wie er für den Ausgleich der Auswirkungen der Rodung von 17 Hektar Wald auf die städtischen Klimabilanz sorgen will.


https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/kehrtwende-beim-sulzbogen-stadt-laesst-18-wohnungen-bauen-13841486.html

Erneute Kehrtwende beim Sulzbogen: Die Stadt baut die 18 geförderten Wohnungen doch nicht selbst. Damit das Projekt möglichst schnell realisiert werden kann, wird das Grundstück im Erbbaurecht vergeben.

Fürstenfeldbruck – Seit dem Jahr 2015 wird über das Bauvorhaben Am Sulzbogen 20 und 22 diskutiert. Die Planungen wurden mehrfach umgeworfen (siehe Kasten). „Aus verschiedensten Gründen dauert es schon viel zu lange“, meinte Andreas Lohde. Letzter Stand: Die Stadt baut 18 geförderte Wohnungen. Die Planungen waren bereits fortgeschritten. Die Stadt könne das Projekt stemmen, versicherte Stadtbaurat Martin Kornacher noch vor einigen Monaten.

Doch nun ist alles anders: Die Corona-Krise zwingt die Stadt zum Sparen. Baut eine öffentliche Gesellschaft, entlastet das den Etat um 4,8 Millionen Euro, rechnete Kämmerin Susanne Moroff im Stadtrat vor. Und: „Es geht schneller, als wenn die Stadt es selbst macht.“ Moroff warnte eindringlich: Jetzt habe die Stadt noch die Handlungsmöglichkeit. „Nächstes Jahr ist es zu spät.“

Ein weiterer Grund: Der Krankenstand in der Abteilung Hochbau ist enorm, wie Kornacher ausführte. Begonnene Projekte könne man mit Mühe fortführen, einen Baubeginn in diesem Jahr könne er nicht mehr zusichern. Da hätte der Stadtrat in der ersten Jahreshälfte grünes Licht für die Baugenehmigung erteilen müssen.

Als Alternative kam wieder die Vergabe im Erbbaurecht ins Spiel. Ein Bieter mit Erfahrungen im öffentlichen geförderten Wohnungsbau soll den Zuschlag erhalten. Das Erbbaurecht läuft über 70 Jahre, die Stadt hat über die gesamte Zeit das Belegungsrecht. Zudem soll die Baugesellschaft mindestens 100?000 Euro für städtische Planungen bezahlen.

Der Hauptausschuss hatte knapp gegen die Vergabe des Projekts gestimmt. Auch der Stadtrat war geteilter Meinung: Andreas Rothenberger (BBV) sprach von Hinhaltetaktik. Man verspiele die Handlungsfähigkeit der Stadt nicht. „Wenn die Stadt baut, verdient sie langfristig.“ Und dann beginne man halt erst im ersten Halbjahr 2021, fügte Fraktionskollegen Christian Götz an. Philipp Heimerl (SPD) bezeichnete den Sulzbogen als verlorene Investition. „Wohnraum fördern ist eine der vornehmlichsten und dringendsten Aufgaben der Stadt.“ Alexa Zierl (ÖDP) sprach von Aufschieberitis. „Der OB ist verpflichtet, Stadtratsbeschlüsse umzusetzen.“ Ihr Vorwurf an den Rathauschef: Raff habe das Projekt hintertrieben.

Auch die Freien Wähler wollten das Projekt ursprünglich in städtischer Hand lassen. Den Meinungswandel – sie stimmten am Ende doch für die Vergabe – erklärte Markus Droth mit dem vorher nicht bekannten Krankheitsstand im Rathaus. „Wir müssen pragmatisch entscheiden.“ So könne man es schneller voranbringen. „Wer sagt uns, dass wir den Vorgang beschleunigen?“, entgegnete Götz. Vielleicht suche man gerade jetzt lange.

Zweifel, die Jan Halbauer (Grüne) nicht teilte. Es gebe Unternehmen, die an öffentlichem Wohnraum interessiert seien. „Ich glaube, es wird mehrere Bewerbungen geben.“ Auch in der CSU sah man das so. „Wir brauchen eine zügige Realisierung, die Luft lässt für andere Maßnahmen“, so Lohde. Die Wohnungen bleiben durch Erbbaurecht im Besitz der Stadt und sie habe Belegungsrecht, ergänzte Vize-Bürgermeister Christian Stangl. „Sozialer geht es nicht.“

Mit 23:18 Stimmen hob der Stadtrat seinen alten Beschluss auf und entschied, den Wohnungsbau zu vergeben. Zierl beantragte noch, das Mindestgebot für die Planungen auf 300?000 Euro zu erhöhen, doch das wurde mit 10:31 Stimmen abgelehnt. Zustimmung fand ihr Antrag, die Realisierung bis Ende 2022 vertraglich festzulegen.

Kommentar

Wenn etwa schief läuft, dann läuft es richtig schief. So lässt sich die Geschichte der geförderten Wohnungen Am Sulzbogen zusammenfassen. Was einst als Vorzeigeprojekt geplant war, wird immer mehr zur großen Blamage. Seit fünf Jahren diskutiert man nun über den Bau – und außer Spesen und einigen Planungen ist nix gewesen. Doch warum ist es so weit gekommen? Wer einen Alleinschuldigen sucht, macht es sich zu einfach. Verschiedene Vorstellungen über Hort und Wohnungen, mehrfach getätigte Ausschreibungen, gestiegene Kosten und vielleicht auch zu wenig Mut, eine Variante durchzuziehen – all das dürfte dazu beigetragen haben. An der Parsevalstraße leben seit Ende 2017 Bürger. Am Sulzbogen klafft eine Lücke. Dass es nun eine externe Baugesellschaft richten soll, ist vermutlich die richtige Entscheidung. Wer weiß, ob es in Zeiten von Corona nicht noch weitere Verzögerungen gibt. Zu wünschen bleibt, dass sich die Befürchtung, es finde sich kein Bieter, nicht bewahrheitet und die ersten Mieter Ende 2022 einziehen.


https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/fuerstenfeldbruck-kiesabbau-abholzung-im-rothschwaiger-wald-13835526.html

Die Kiesgrube soll in den nächsten Jahren nach Süden erweitert werden. Dafür müssen im Rothschwaiger Wald viele Bäume fallen. Die Stadträte sind gegen den Kiesabbau in großem Umfang. Doch sie werden nichts dagegen tun können.

Fürstenfeldbruck – Das Problem: Die rund 17,6 Hektar große Abbaufläche der Firma Kiesgrubenrekultivierung Oberbayern ist im Regionalplan München eingezeichnet – und damit genau für den Kiesabbau gedacht. Nun hat das Unternehmen eine Genehmigung mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung beantragt. Über 15 Jahre soll auf der Fläche von Osten nach Westen Kies gewonnen werden. Dafür muss man den Wald roden. Nach der Rekultivierung soll mit Mischwald aufgeforstet werden.

Die Stadt war aufgefordert, im Rahmen der Prüfung eine Stellungnahme abzugeben. „Das ist eine Pro-Forma-Anhörung“, meinte OB Erich Raff im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tiefbau. Sprich: Egal, was die Stadt einwendet, abgebaut wird trotzdem. Mit dem Vorschlag, deshalb gleich auf eine Stellungnahme zu verzichten, waren die Ratsmitglieder jedoch nicht einverstanden. Zwar meinte Christian Götz (BBV), eine Info über die ablehnende Haltung des Stadtrats im Rathausreport sei öffentlichkeitswirksamer. Aber die Räte wollen zumindest ihren Unmut kundtun und ein politisches Zeichen setzen, wie es Jan Halbauer (Grüne) ausdrückte. „Der Kiesabbau macht uns alle nicht glücklich.“

Es ist ein Mischwald geworden

Thomas Brückner, Grünen-Stadtrat und Mitglied im Bund Naturschutz, berichtete, dass im Laufe der Jahrzehnte aus dem Stanglwald ein Mischwald gewachsen ist. Die Zahl der strukturarmen Nadelgehölze nehme ab, es gebe immer mehr Laubbäume. „Es wurden zehn wertvolle Fledermausarten gefunden, die Zauneidechse müsste umgesiedelt werden.“ Der Waldboden sei über Jahrtausende gewachsen. Nach der Rekultivierung würde es 50 Jahre dauern, bis der Wald eine Qualität besitze, die dem heutigen Niveau entspreche.

Brückner fürchtet auch Protest bei den Bürgern. „Die Leute laufen 30 Jahre an einer Kiesgrube vorbei.“ In dem Areal verläuft auch noch der Rothschwaiger Walderlebnispfad. Doch dieser soll ohnehin verlegt werden. Die vom Kiesabbau betroffenen Stationen seien bereits abgebaut, heißt es von der Verwaltung.

Kiesabbau deckt den Bedarf nicht

Georg Stockinger, selbst ehemaliger Kiesgruben-Besitzer, erinnerte daran, dass die Kiesgrube eigentlich nach Osten hin zur Stadtgrenze erweitert werden sollen. Das hatte der Stadtrat 2008/9 abgelehnt und sich für die Variante nach Süden in den Forst entschieden. Aus diesem Grund sei der Regionalplan geändert worden. „Für irgendeine Sache müssen wir uns entscheiden.“ Denn der Kiesabbau im Landkreis Bruck decke bei weitem nicht den Bedarf. Ein größeres Problem sei eher die nicht genehmigte riesige Lagerhalde für Bauschutt. Raff kommentierte: „Sonst hätten wir ein tiefes Loch an der B?471 gehabt.“

Die Politiker befragten auch den Umweltbeirat: Markus Höckenrainer riet, den Verfüllzeitraum festzulegen. „Sonst haben wir Jahrzehnte eine Kieswüste.“ Zudem solle man darauf drängen, dass statt 30 Prozent nur zehn bis 15 Prozent an Bauschutt verfüllt werden darf – auch zum Schutz des Trinkwassers. Der Beirat hätte als Träger öffentlicher Belange gerne eine Stellungnahme abgegeben, sei jedoch übersehen worden.

Und jetzt wird die Zeit knapp. Denn die Stellungnahme muss bis zum 4.August vorliegen. Dennoch will man es versuchen: Der Beirat sowie die Stadtplanung und einige Stadträte wollen bis zur nächsten Sitzung des Umweltauschusses am Donnerstag, 23.?Juli, eine Stellungnahme ausarbeiten. Dann wird nochmal darüber beraten.

Möglichst schnell aufforsten

Die Erweiterung der Kiesgrube in Richtung Süden war ebenfalls Thema im Planungs- und Bauausschuss. Das Gremium billigte den Bebauungsplan für das Areal – inklusive der großflächigen Baumrodung, die für den Kiesabbau nötig ist. Allerdings nur mit großen Bauchschmerzen. Denn, so waren sich die Ausschuss-Mitglieder eigentlich fraktionsübergreifend einig: „Es ist nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr zu vermitteln“, sagte Andreas Lohde (CSU). Rechtlich habe man keine Handhabe gegen das Vorhaben, erklärte Florian Zweckl von der Stadt- und Bauleitplanung. „Wir sind auf die gute Zusammenarbeit mit dem Betreiber angewiesen“, sagte auch Christian Stangl (Grüne). Auf diesem Weg wolle die Stadt aber durchsetzen, dass die für den Kiesabbau genutzte Fläche pro Zeitabschnitt möglichst klein gehalten werden soll. Der Kiesgruben-Betreiber soll angehalten werden, erst mit dem Abbau in einem neuen Bereich zu beginnen, wenn die alten Areale rekultiviert werden. Inwieweit das in der Praxis möglich ist, soll die Stadtverwaltung auf Antrag des Ausschusses jetzt in Zusammenarbeit mit der Firma prüfen.


Mit dem gebotenen Abstand haben wir am 06.07.2020 im Ameisenstüberl unseren neuen Vorstand gewählt. Wir kommen mit kräftigem Rückenwind und 4 Stadträten aus der Kommunalwahl! Als Vorsitzender wurde Georg Stockinger im Amt bestätigt (6.v.l.), neuer Stellvertreter ist seit heute Dr. Stefan Weinberger (6.v.r). Als Schatzmeisterin wurde Helga Rüdiger (Mitte) und als Schriftführerin Heike Schmidtke gewählt (1.v.l). Beisitzer sind Uli Steber (1.v.r.), Otmar Tholler (5.v.l.), Markus Adelhoch (2.v.r.) und Thomas Zapf (2.v.l.). Erste Gratulanten waren die Stadtratsfraktion mit dem Fraktionsvorsitzenden Markus Droth (3.v.l.) und unser Brucker Landtagsabgeordneter Hans Friedl (3.v.r.).


Hier findet ihr unseren aktuellen Antrag zum Thema "Zukunftscampus Wasserstoff auf dem Fliegerhorst". Nach dem Abzug der Bundeswehr soll sich die Stadt für eine Piloteinrichtung zur Herstellung von Wasserstoff einsetzen.


https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/freie-waehler-fordern-flaechendeckende-corona-tests-fuer-stadt-13803867.html

Die Mitarbeiter der Stadt sollen kontinuierlich auf Covid-19 gestestet werden. Das fordern die Freien Wähler im Stadtrat.

Fürstenfeldbruck –  Laut dem Antrag der FW sollen die Tests so lange durchgezogen werden, bis ein Impfstoff oder Medikament gegen das Coronavirus gefunden ist. Die Kosten soll die Stadt übernehmen.

Doch damit nicht genug. Auch für Persongruppen außerhalb der Stadtverwaltung, die großen Kundenkontakt haben, soll die Stadt nach dem Willen der FW Tests anbieten. Dies könnte zum Beispiel für Geschäftsleute, Firmen und Vereine gelten.

„Der Umgang mit dem Corona-Virus wird unser Leben noch so lange prägen, bis es ein Medikament oder einen Impfstoff geben wird“, sagt der FW-Fraktionsvorsitzende Markus Droth. Damit bis dahin wieder ein Leben in weitestgehender persönlicher und demokratischer Freiheit möglich wird, würden mehrere Maßnahmesäulen benötigt. Eine dieser Säulen ist nach Droths Ansicht ein dichtes Netzwerk an Informationen über Infizierte und damit eine immer dichtere Abfolge von Tests. „Damit lässt sich frühzeitig eine Neuinfektion isolieren, und es wird noch mehr Sicherheit für unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben geschaffen“, sagt Droth.

Die FW versprechen sich von flächendeckenden Tests, dass die Landesregierung die Aufhebung von Schutzmaßnahmen auf die Kreis- oder lokale Ebene überträgt. Dazu müsse das Instrument der Tests flächendeckend eingesetzt werden. „Fürstenfeldbruck könnte hier beispielgebend vorangehen“, sagt Droth.


https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/fuerstenfeldbruck-markus-droth-wird-fraktionsvorsitzender-freien-waehler-13750411.html

Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler steht unter neuer Führung. Volksfestreferent Markus Droth wird der neue Vorsitzende.

Fürstenfeldbruck –  Sein Vorgänger bei den Freien Wählern, Georg Stockinger, übernimmt das Amt des Stellvertreters. Das hat die Fraktion in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen.

„Georg Stockinger und ich haben harmonisch und menschlich offen miteinander im Wahlkampf gearbeitet“, sagt der Volksfestreferent. „Unsere Projektarbeit hat hervorragend funktioniert. Basis hierfür ist gegenseitiges Vertrauen, was letztendlich eine Säule unseres Erfolges war.“ Diesen Weg will das neue Führungsduo auch weiterhin beschreiten.

Droth verfügt über jahrelange Erfahrung im Brucker Stadtrat. Bei den Freien Wählern ist er jedoch ein relativ neues Gesicht. Bis August gehörte er noch der CSU an. Doch weil es bei der Erstellung der Stadtratsliste unterschiedliche Ansichten zu deren Zusammensetzung gab, verließ Droth zusammen mit seinem Parteikollegen Peter Glockzin die Christsozialen und wechselte zu den Freien Wählern. Beide wurden bei der Kommunalwahl im März wieder in den Stadtrat gewählt.


Von Kurt Homm

Die S-Bahn München geht bald ins 50.Jahr ihrer Existenz. Seitdem hat die Bevölkerung in München und im Umland extrem stark zugenommen. Die S-Bahn dagegen ist nicht in gleichem Masse mitgewachsen. Von 1973 bis jetzt sind die Fahrgastzahlen von 360 Millionen auf über 700 Millionen angestiegen. Die S4 gehört dabei zu den S-Bahn-Linien, die mit die meisten Fahrgäste haben. Nun hat aber die S4 keine eigenen Gleise, fährt also im Mischverkehr (neben den S-Bahnen noch Regional-, Fern- und Güterverkehr). Investitionsmaßnahmen für einen viergleisigen Ausbau wurden immer wieder zugesagt, aber auch immer wieder in die weite Zukunft verschoben. Gerade aber der Mischverkehr sorgt für jede Menge Ärger. Die Fahrgäste leiden unter ständiger Überfüllung zu den Hauptverkehrszeiten und permanenten Verspätungen.

Die FREIEN WÄHLER FFB unterstützen deshalb die Bürgerinitiative "S4-Ausbau jetzt" uneingeschränkt und fordern wie diese den schnellstmöglichen viergleisigen Ausbau von Pasing bis Buchenau. Der jetzt aus dem Hut gezauberte dreigleisige Ausbau bis Eichenau ist Zeit- und Geldverschwendung:„Die geplante 3-Gleisigkeit der S 4 wird das System S-Bahn im Landkreis Fürstenfeldbruck innerhalb kurzer Zeit zum Kollabieren bringen, denn hier fährt ja nicht nur die S-Bahn, sondern auch Regional- und Fernzüge“ sagte FW-Landtagsabgeordneter Hans Friedl aus Alling. „Die gemachten Annahmen früherer Untersuchungen zur S4 müssen überprüft werden und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden, denn in den Kommunen entlang der Strecke und in der Landeshauptstadt München ist die Bevölkerungszahl in den letzten Jahren quasi explodiert.“

Deshalb unsere Forderung: Keine "Wischi-Waschi"-Aussagen mehr, sondern handfeste Zusagen!


Wir präsentieren unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl 2020! Wir freuen uns über eine bunte Mischung aus Erfahrenen und Jungen, die Bruck mit Euch gestalten wollen! Folgende Bruckerinnen und Brucker stehen für Euch zur Wahl:

1. Georg Stockinger, 2. Dr. Stefan Weinberger, 3. Peter Glockzin, 4. Klaus Hartung, 5. Markus Droth, 6. Franziska Zapf, 7. Quirin Droth, 8. Bettina Cimiotti, 9. Roswitha Röll, 10. Franz Neuhierl, 11. Ulrich Steber, 12. Marcus Adelhoch, 13. Stephanie Stockinger-Greß, 14. Thomas Rogg ,15. Susanne Droth, 16. Heike Schmidtke, 17. Otmar Tholler, 18. Thomas Zapf, 19. Marko Knetemann, 20. Manfred Stadler, 21. Ingo Grüner, 22. Jürgen Skrzypczak, 23. Dr. Manfred Weiß, 24. Gabriele Neumann, 25. Rainer Strauß, 26. Michaela Vogt, 27. Benedikt Steber, 28. Sabine Scheingraber, 29. Martin Berchtold, 30. Klaus Vordermaier, 31. Anna Rauch, 32. Bernd Pulfer, 33. Paul Adelhoch, 34. Werner Rödiger, 35. Kurt Homm, 36. Helga Rüdiger, 37. Mandy Enders, 38. Kurt Mayr, 39. Klaus Weidinger 40. Dr. Carola Tausend. Nachrücker sind: 1. Ingeborg Nau, 2. Klaus Burghart

Wir freuen uns auf eine spannende Kommunalwahl! Informiert Euch gerne.


Am 14 .11. möchten wir unsere Kandidatinnen und Kandidaten zur Stadtratswahl 2020 vorstellen und nominieren. Wir freuen uns auf Euch um 19:30 Uhr im Brauhaus Bruck, Augsburger Straße 41.


Wir sind mit 7 Kandidaten auf der Kreistagsliste der Freien Wähler vertreten, die von unserer Landratskandidatin Sandra Meissner angeführt wird: Dr. Stefan Weinberger auf 10, Georg Stockinger auf 17, Markus Droth auf 26, Franz Neuhierl auf 36, Peter Glockzin auf 47, Uli Steber auf 49, Klaus Hartung auf 64. Wir freuen uns auf die Kommunalwahl 2020!


Georg Stockinger, Ihr Stadtrat aus Fürstenfeldbruck, und Dr. Stefan Weinberger, der Vorsitzenden der Jungen Freien Wähler im Landkreis, waren die Brucker Kandidaten bei der diesjährigen Landtags- und Bezirkstagswahl. Sie vertraten unseren Stimmkreis FFB Ost gemeinsam  mit dem Landsbergern Jonas Pioch und Renate Wengenmaier. Auch dieses Mal haben wir wieder zahlreiche Stimmen erhalten! Georg Stockinger ist einer der Nachrücker für den Landtag, Stefan Weinberger konnte als Zweitstimmenkandidat für den Bezirkstag sehr gut 4.500 Stimmen sammeln. Herzlichen Dank nochmals dafür! 

Im Stimmkreis FFB West konnte unser FW-Kreisvorsitzender Hans Friedl sensationell in den Landtag einziehen. Wir wünschen ihm für seine kommenden Aufgaben als MdL eine glückliche Hand!